Blogs 2018: Wann sie sich lohnen und wie man sie richtig plant

blog12

Das Weblog geht auf sein zwanzigjähriges Bestehen zu. Es bietet zwar mehr Möglichkeiten denn je – aber ist es wirklich noch ein zeitgemäßes, unternehmerisches Kommunikationsinstrument? Wir zeigen Ihnen, wann sich Blogs 2018 noch lohnen, wie man sie clever plant und aufsetzt, und wo Sie für sich das Meiste herausholen können.

Das Kurzwort Blog (für „Weblog“) kam er in den 1990ern auf, 2004 wurde es von Merriam-Webster zum „Wort des Jahres“ gewählt. Kein Wunder, dass im Jahr 2018 viele auf die Erwähnung eines Blogs als Kommunikationskanal mit einem Stirnrunzeln reagieren. Ist „Hallo Welt“ wirklich noch State of the Art?

Eines ist sicher: Bevor Sie sich dazu entschließen einen Blog zu starten, sollten Sie gründlich erheben, ob das für Ihr Unternehmen sinnvoll ist. Je nach Branche bzw. Produkt kann das Format zielführend sein – oder vergebene Liebesmüh.

Welche Vorteile hat ein Unternehmensblog?

Die meisten Websites enthalten textlichen Content. Oft ist er statisch, erzählt dem Besucher etwas über die Geschichte oder Philosophie des Unternehmens, über das Team und seine Kompetenzen. Was bietet ein Blog, was die Website nicht ohnedies schon abdeckt?

  • Inhalte sind dynamisch. Da sie regelmäßig ergänzt und aktualisiert werden, ohne dass alte Inhalte verschwinden, senden die Blogseiten sehr gute Signale an Suchmaschinen. Es gibt laufend Updates und potenzielle, neue Rankings – während alte Rankings erhalten bleiben.
  • Inhalte sind sehr leicht zu bearbeiten. Wer sich selbst nie mit Webdesign beschäftigt hat, hat oft Schwierigkeiten, Veränderungen an einer bestehenden Webseite vorzunehmen. Die Gefahr besteht immer, dass relevante Informationen aus dem Quelltext gelöscht werden. In einem Blogsystem können Postings sehr einfach erstellt, bearbeitet und gelöscht werden. Nicht nur vom Betreiber der Seite selbst; auch von externen Mitarbeitern.
  • Inhaltliche Möglichkeiten sind vielgestaltig. Ihnen ist klar, was Besucher Ihrer Unternehmenswebseite lesen wollen; auf diesen Content sind Sie beschränkt. Nicht so bei einem Blog! Hier sind thematische Ausreißer oder Streifzüge in andere Gebiete nicht nur möglich, sondern sogar eine gute Idee.

Sind meine Leistungen bzw. Produkte Blog-tauglich?

Seien wir ehrlich: Mit einem „Blog um des Blogs willen“ wird niemand glücklich. Weder Sie, die Sie viel Arbeit in etwas Mittelmäßiges investieren. Noch Ihre Zielgruppe, die enttäuscht abspringt und wegklickt.

Die erste, wichtige Frage sollte daher lauten: Ist ein Blog im Hinblick auf mein Produkt überhaupt das richtige Medium? Ein Beispiel: Wenn Sie selbstständiger Online Marketing Consultant sind, lebt Ihr Geschäft von Ihrer Expertise. In einem Unternehmensblog können Sie sich als Expertin bzw. Experte auf dem Gebiet positionieren und Besuchern Ihrer Website signalisieren: Ich weiß, wovon ich spreche. Verkaufen auf Ihrer Website handgemachten Schmuck aus Recycling-Aluminium, können Sie davon ausgehen, dass ein Blog nicht dazu dient, Ihre Fertigkeiten zu untermauern. Ihre Produkte sprechen eigentlich für sich. In einem solchen Fall kann ein statischer Contentbereich – in dem Sie zeigen, wie Ihre Schmuckstücke entstehen – sinnvoller und wartungsärmer sein als ein dynamischer Blog.

Welche Themen könnte ich behandeln?

Sie haben sich für einen Blog entschieden? Fragen Sie sich als nächstes, welche Themen Sie behandeln könnten. Tipp: Erstellen Sie eine Mindmap mit allem, was Ihnen zu Ihrem Produkt einfällt. Fügen wir unsere beiden Beispiele von oben zusammen und stellen wir uns vor, Sie bieten individuelle Schmuck-Beratung. Welche Fragen beschäftigen Ihre potenzielle Kundschaft? Was suchen Menschen, die eine Schmuck-Beratung in Anspruch nehmen? Und womit können Sie ihnen – zusätzlich zu Ihrer bezahlten Leistung – noch weiterhelfen?

So kommen Ihnen zum Beispiel folgende Fragen:

  • Welcher Schmuckstein passt zu welcher Farbe?
  • Wie viel Schmuck ist im Business-Dresscode erlaubt?
  • Manschettenknöpfe - ja oder nein?

Denken Sie immer daran: Ein Blog ist ein langfristiges Investment. Im Moment mag Ihnen vorkommen, dass Sie Informationen „verschenken“. Schließlich teilen Sie Ihr Fachwissen, ohne eine Leistung zu verkaufen. Was Sie aber tun ist, an Ihrer Reputation zu arbeiten. Je mehr Menschen Sie „unentgeltlich“ online weiterhelfen, umso bekannter werden Sie. Umso höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie weiterverlinkt, weiterempfohlen und schließlich natürlich gebucht werden.

Subgenre mit Mehrwert: Der Ratgeber-Blog

Den “Jackpot” haben Sie, wenn Sie etwas anbieten, um das sich viele Mythen und Fragen ranken. Sie verkaufen Trachtenmode? Oder Sie sind selbstständige Immobilienmaklerin? Themen, zu denen viele Menschen Rat suchen, sind in der Blogosphäre Gold wert. Starten Sie beispielsweise als Maklerin einen Blog mit Fragen rund um die Wohnungssuche und -miete, so profitieren Sie von zahlreichen Usern, die diese Fragen in Suchmaschinen stellen.

  • Welche Vorab-Informationen muss der Makler zur Verfügung stellen?
  • Muss ich eine Gasthermen-Reparatur bezahlen?
  • Was sagt die Nettomiete aus?

Der Gewinn ist doppelt: Neukunden stoßen über Google und Co. auf Ihre Website. Und dort positionieren Sie sich, dank themenspezifischer Expertise, als seriöse Ansprechperson.

Separat oder auf der eigenen Website?

In den meisten Fällen wird ein Blog direkt auf der Website eines Unternehmens integriert. Immer häufiger sieht man aber auch Blogs, die auf separaten Domains laufen. Das kann zum Beispiel den Grund haben, dass der Blog inhaltlich vom kommerziellen Angebot getrennt ist. Nicht immer ist es zudem gewünscht, dass der Bloginhalt überhaupt mit Verkaufsinhalten in Verbindung gebracht wird.

Diese Frage sollten Sie für sich als letztes beantworten. Möchte ich, dass mein Blog in direktem Zusammenhang mit meinem Leistungs- oder Produktportfolio steht? Warum, warum nicht? Denken Sie daran: Gute Bloginhalte schaffen für Besucher sehr gute Anreize, sich mit Ihrem käuflichen Angebot auseinanderzusetzen.

SEO für Blogs

Ein wichtiges Thema für Blogs: Suchmaschinenoptimierung. Je mehr Neukunden Sie über Ihren Blog generieren, desto besser ist das für Ihre Webseite und Ihre Leistungen. Gerade Ratgeber-Blogs bieten enorme Potenziale bei der Leadgenerierung. Bleiben wir beim Beispiel Immobilien: Wie viele Personen suchen wohl täglich nach dem Keyword “Maklervertrag”? Wenn Sie diese Leserschaft von Ihrer Kompetenz überzeugen, haben Sie gewonnen.

Daher sollten SEO-Optionen bereits bei der technischen Konzeption Ihres Blogs mitgedacht werden. Läuft Ihr Blog beispielsweise über Wordpress, bieten sich verschiedene Plug-ins an. Metadaten, Rich Snippets und sprechende URLs sind wichtige Stichworte für erfolgreiches Blog-SEO.

Redaktionsplanung

Die Redaktionsplanung sollte Ihnen in Fleisch und Blut übergehen. Wie bei einer Wochenzeitung, brauchen auch Sie regelmäßige „Redaktionsmeetings“ oder Termine, in denen Sie die Themen kommender Wochen oder Monate vorausplanen. Dazu können Sie sich natürlich immer von aktuellem Geschehen beeinflussen lassen.

Folgende Fragen können SIe bei der Redaktionsplanung unterstützen.

  • Was bewegt meine Zielgruppe?
  • Welche Fragen stellt sie (mir)?
  • Habe ich besondere Trends oder Ungereimtheiten in der öffentlichen Debatte beobachtet?
  • Was würde ich selbst zu diesem Thema gerne lesen?
  • Wie oft kann und möchte ich bloggen?
  • An welchem Wochentag / zu welcher Uhrzeit kann und möchte ich bloggen?
  • Wie viel Interaktion mit meinen Usern – z.B. über Kommentare – plane ich ein?

Bedenken Sie: Redaktionspläne sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Aber es ist wichtig, sie frühzeitig zu entwickeln und mit anderen Online- und Offline-Marketing-Maßnahmen zu verknüpfen.

Kostenlos bei Isolta Rechnungssoftware anmelden

Isolta Rechnungs-Software

Nutzen Sie Isolta, um Ihre Kundendaten und Produkte übersichtlich zu managen, Angebote zu erstellen oder elektronische Rechnungen einfach zu versenden. Die ersten 10 Rechnungen pro Jahr sind kostenfrei - je nach steigendem Bedürfnis können Sie zu einer höheren und kostenpflichtigen Version wechseln.

Beginnen Sie jetzt hier oder Erfahren Sie mehr